Das ist Feelgood Management (nicht)

Der Traum jedes Unternehmens: Die Mitarbeiter finden höheren Sinn in ihrem Tun. Sie lieben ihre Arbeit und können kaum fassen, dass sie dafür auch noch bezahlt werden. Entsprechend eifrig und produktiv sind sie.

Wie kann ein Wohlfühlbeauftragter ihnen das geben? Seine Aufgabe erschöpft sich bei weitem nicht darin, frisches Obst zu besorgen oder neuen Mitarbeitern einen Buddy zur Seite zu stellen. Sicherlich kann man damit erst einmal anfangen und ein positives Zeichen setzen. Ein gemeinsames Kochen ist leicht organisiert, die Cappuccino-Maschine schnell gekauft. Als Nächstes erforscht man, welche Bedürfnisse auf einer höheren Ebene bestehen. Feelgood Management dreht sich um wertschätzende Kommunikation, darum, zusammen eine fürsorgliche Atmosphäre zu kreieren, in der sich die Mitarbeiter buchstäblich wie zu Hause fühlen. Wo sie geachtet und gelobt werden und wo sie Fehler machen dürfen.

Die Führungspersonen müssen es ernst meinen. Drücken sie die Augen zu, wenn ihr bester Vertriebler nicht aufhört, über seine Kollegen zu lästern oder weisen sie ihm die Tür? Suchen sie nur ein Alibi für eine mangelhafte Führungskultur, ein Argument für´s Einstellungsgespräch? Unglaubwürdiger Aktionismus wird scheitern. Wohlbefinden hat einen strategischen Zweck. Ebenso sind Strukturen sehr wichtig. Wenn Arbeitsprozesse ungünstig organisiert sind und deswegen jeden Tag Stress aufkommt, dann hilft es wenig, wenn ich abends mit der Belegschaft grillen gehe.

In Unternehmen, die sich Feelgood Management auf die Fahne geschrieben haben, kommen die Mitarbeiter tatsächlich an Nummer eins. Nicht die Kunden, nicht die Umsatzzahlen - und schon gar nicht der Chef. Die Mitarbeiter. Diese Firmen haben den Mut, langfristig zu denken. In der Folge setzen sie Maßstäbe in puncto Innovationskraft und Profitabilität.

Ein guter Wohlfühlbeauftragter führt sie dorthin. Er zeigt Möglichkeiten auf, leitet an (auch vom Denken ins Fühlen) und schafft Rahmenbedingungen. SO begibt er sich konkret mit der Gemeinschaft auf Schatzsuche.

Welche Fähigkeiten braucht er dafür? Er sollte überdurchschnittliche Kommunikationsstärke, Analysefähigkeiten und Organisationstalent mitbringen. Dazu Empathie, Offenheit und Teamfähigkeit. Ein wahrer Feelgood Manager weiß zu inspirieren – sich selbst und andere. Wichtig sind zudem Erfahrungen im Eventbereich, Sport / Gesundheit, Coaching und Konfliktmanagement. Und nicht zuletzt Flexibilität. Denn das Berufsbild wird sich noch verändern.

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Berater für Finanzanlage

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